Dodekanes 2018 – Segeltörn in der griechischen Ägäis (Textversion zum Ausdrucken)

Dodekanes 2018 – Segeltörn in der griechischen Ägäis (Textversion zum Ausdrucken)

Dodekanes in der griechischen Ägäis

 Rhodos – Symi – Tilos – Kos – Kalymnos – Leros – Nisis Maratho – Patmos – Kos – Nysiros – Tilos – Symi – Rhodos

Gesamtstrecke 372 sm

Segelzeit

2 Wochen

Samstag 16. Juni – Samstag 30. Juni 2018

Segelyacht

Bavaria 37 Cruiser Baujahr 2018

Crew

Werner und Ursula

Allgemeines

In den Dodekanes wird sportlich, mit viel Wind und Welle gesegelt. Im Frühsommer ist das Revier noch nicht überfüllt und man findet schöne Ankerplätze und Anlegestellen an Tavernen oder im Hafen. Die Liegekosten sind gering. Selten gibt es im Hafen Toiletten oder Duschen. In der Regel gibt es keinen Hafenmeister, der beim Anlegen hilft.

Hilfreich sind die Revierbeschreibungen im Greek Waters Pilot.

Alle Angaben sind ohne Gewähr.

1. Tag 16.6.2018 Ankunft

Ein Taxi bringt uns für 25 € vom Flughafen „Diagoras“ auf Rhodos zum alten Stadthafen Mandraki. Schon aus der Ferne sieht man die Windmühlen am Hafen.

Der Mantraki-Yachthafen grenzt direkt an die Altstadt, die mit mächtigen Mauern aus der Kreuzritterzeit begrenzt ist.

Wir übernehmen unsere brandneue Yacht Nenemia, eine Bavaria 37 Cruiser Baujahr 2018 .

 

Gleich am Hafen befinden sich 2 gut ausgestattete Supermärkte, die zum Boot liefern. Nachdem alles in den Schapps verstaut ist, brechen wir auf zur ersten kleinen Stadtbesichtigung. In der orientalisch anmutenden Altstadt findet man kleine Tavernen, von riesigen Bäumen beschattet, Restaurants mit griechischen Köstlichkeiten und einen Weinladen, an diesem Platz, mit einer exzellenten Auswahl.

Die erste Nacht auf der Yacht mit Blick auf die beleuchtete Altstadt wird leider durch Discomusik bis 3 Uhr getrübt.

2. Tag 17.6.2018  Rhodos / Mandraki Marina – Symi / Ormos Panormitis          12 sm

Ablegen und unter Motor Richtung Symi. Unser Tagesziel ist an der SW-Küste der Insel Symi: Ormos Panormitis. Die griechisch / türkische Seegrenze ist zu beachten! Wind und Welle gegen an. Trotzdem setzen wir Segel und schleichen am Wind mit 3 Knoten. Dafür ist der Schlag zu lang. Glücklicherweise dreht der Wind etwas und wir können am Wind 2 Stunden mit bis zu 8,5 Knoten laufen. So macht segeln Spaß.

Die Ansteuerung WP 36°33,12’N 027°50,53’E ist einfach, da das Kloster Panormitis eine gute Landmarke ist.

Windmühle auf der Einfahrtshuk.

Die Bucht von Ormos Panormitis ist fast ganz vom Land umschlossen und bietet einen sicheren Ankerplatz bei allen Winden.

Unsere Yacht ist so neu, dass sogar der Anker noch mit Folie eingepackt ist. Guter Ankergrund.An der Pier, direkt vor dem Kloster legen große Ausflugsschiffe und riesige Wassertanker (Schwell) an. Die großen Schiffe werden vom Kloster mit Glockenspiel begrüßt. Zufahrt unbedingt freihalten.

In glasklarem Wasser kann man hier herrlich schwimmen und den Anker abtauchen. Unsere Auberginen-Tomaten-Pasta duftet durch die ganze Bucht. Kein Grund für uns an Land zu gehen. Wir genießen den sternenklaren Abend auf unserer Yacht.

3. Tag 18.6.2018  Symi / Ormos Panormitis – Tilos / Livadia          28 sm

Anker auf. Anfangs mit Motor, dann am Wind mit 4-6 kn Fahrt Kurs Südwest nach Livadia auf Thilos. Die Insel ist noch nicht touristisch entdeckt. Es ist die Insel der Ziegen. Schon von Ferne kann man die Bucht und das Dorf erkennen. Ansteuerung WP 36°25,02’N 027°23,18’E

Der Hafen von Livadia liegt in einer weiten Bucht an der Ostküste von Tilos. 14 Boote haben im Hafen Platz, wir waren die Nummer 13. Man legt mit Buganker an. Der Grund, Sand mit Seegras, hält angeblich gut. Der sehr nette Hafenmeister, der deutsch spricht, lässt uns längs am Stadtkai anlegen (0,20 € pro Bootsmeter + Wasser und Strom, insgesammt 16 €). Abgesehen von einem Platz für ganz kleine Yachten mussten alle Nachfolger in der weitläufigen Bucht vor Anker gehen. Eine edle Gullet durfte, nachdem das Fährschiff weg war, am Außenkai anlegen.

Auf der Terrasse des Restaurants Gorgonos essen wir vorzüglich. Zickleinbraten ist eine Spezialität der Insel. Es empfiehlt sich einen Tisch mit Hafenblick zu reservieren.

4. Tag 19.6.2018      Tilos / Livadia – Nisyros – Kos / Ormos Kamari          38 sm

Am Morgen eindampfen, ablegen. Natürlich kommen Wind und Welle direkt auf die Nase. Das bedeutet mit Motor an der Vulkaninsel Nisyros vorbei Richtung Kos. Dann pflügt der Captain am Wind mit 7- 8,5 kn durchs Wasser zur Südspitze von Kos. Bei der Ansteuerung WP 36°44,2’N 026°58,4’E ist an der Nordseite der Bucht ein großes weißes Hotel zu sehen. Der Anker fällt in der Bucht von Ormos Kamari. Umlaufende Winde lassen uns an der Ankerkette Karussell fahren. Der Anker hält gut in 6 m Tiefe auf Sandgrund, der mit Seegras bewachsen ist. Die Bucht sei auch bei Meltemi sicher.

5. Tag 20.6.2018  Kos / Ormos Kamari – Kalymnos / Stadthafen Kalymnos          38 sm

Ankerkasten ist zu klein, dadurch staut sich die Kette beim Einholen. Macht das Ankermanöver etwas mühsam. Unter Motor entlang der Westküste von Kos.  Dann am Wind mit 7-8 kn nach Kalymnos.
WP 36°56,84’N 026°59,69’E
Bei der Ansteuerung kann man sich an dem Kloster oberhalb der Stadt und an der glänzenden Kuppel der Kathedrale orientieren.

Im großen Stadt-Hafen römisch-katholisch mit Anker problemlos angelegt.
Das von den Schwammtauchern geprägte Städtchen ist sehenswert.Im Supermarkt Proviant gebunkert, ein Bier vom Fass auf der Promenade getrunken. Direkt vor der Anlegestelle gibt es gute Restaurants.

6. Tag 21.6.2018  Kalymnos – Leros / Ormos Panteli          23 sm

Um 8:30 starten wir ohne Probleme, bis der Anker nicht in die Verwahrung will. Er ist verdreht. Zum guten Schluss kann der Captain ihn drehen und wir fahren unter Motor die Ostküste von Kalymnos entlang zur Vathybucht WP 36°57,7`N 027°02,8`E. Sie liegt tief eingeschnitten zwischen Felsen.

Segelversuch, doch der Wind schläft ein. Wir erreichen fockunterstützt den kleinen Hafen Panteli auf Leros.

Ansteuerung Nord-Westseite der Bucht  WP 37°09,00`N 026°51,80`E.  Wir sind für alle Anlegemöglichkeiten gerüstet. Aus der Ferne scheint es längs zu werden. Doch, der Hafen ist von Fischerbooten besetzt, darum ankern wir am Westende der großen Bucht auf 4 m . Guter Ankergrund.

7. Tag 22.6.2018  Leros / Ormos Panteli – Nisis Maratho / Seeräuber-Taverne          27 sm

Gen Norden mit Halbwind.
Bei der Ansteuerung muss man in diesem Gebiet, wegen der vielen Riffe, die Seekarte konsultieren WP 37°21,99`N 026°43,70`E . Ohne Kollision mit den unterirdischen Felsen erreichen wir die Seeräuberbucht auf Maratho.

Wir legen an der Boje an, die augenscheinlich zum Seeräuber-Restaurant gehört, denn hier ist ein altes Seeräuberschiff festgemacht.

Ankerschluck mit Tzatziki. Ich entdecke ein Restaurantschild und eine Seeräuberflagge am entfernten Ende der Bucht. Dies ist das echte legendäre Seeräuberrestaurant und das andere hat uns mit diesem Schiff in die Irre geführt. Ablegen und beim Seeräuber an der Boje festmachen.
Herrliche Bucht zum Schwimmen.

Der Seeräuber hat uns in einem Wackelboot abgeholt und nach einem guten Essen mit Zucchini- und Pulpoteilchen, danach Zicklein aus dem Ofen und Pastizio gut zu unserer Nenemia zurückgebracht. Alles zusammen 50 €, das bezahlt man in Italien an Liegegebühren.

8. Tag 23.6.2018  Nisis Maratho – Patmos / Skala          12 sm

Tagesziel ist die nördlichste Insel der Dodekanes Patmos mit dem Naturhafen Limin Skala. Ablegen von der Boje um 6:45. Wir motoren zum kleinen Hafen      Porto Augusta auf Arki WP 37°22,59’N 026,4388’E. Netter kleiner Hafen, wäre auch eine Möglichkeit gewesen.

Weiter geht es am Wind zur Insel Patmos. Unsere Nenemia segelt auch mit mäßigem Wind gute 5 Knoten. Bei der Ansteuerung muss auf die vielen Felsinseln und zahlreichen Kliffs geachtet werden. Das Kloster ist von weitem zu Erkennen WP 37°19,37’N 026°32,95’E.

Anlegemanöver römisch-katholisch mit Anker. Eilig, bevor die Touristenbusse kommen, zum Kloster mit einem höchst aufgeregten Taxifahrer für 8 €.
Das Kloster Agios Ioannis Theologos gleicht einer Festung und hat viele verwinkelte Räume und Gänge.

Hier hat der Theologos Joannis (Evangelist Johannes) in einer Grotte seine Erleuchtung gehabt, auf deren Grundlage das Kloster errichtet wurde. Dieser Ort gilt als Jerusalem der griechisch-orthodoxen Kirche.

Wir laufen durch die Chora, doch die kleinen Shops sind noch geschlossen. Mit dem Bus zurück ans Meer zu unserem Schiff. Anker hält.

Die Kreuzfahrer erwecken erst später den Ort und werden mit unzähligen „Taxibooten“ an Land gebracht.

Trotz touristischem Hotspot bezahlen wir im Hafen von Patmos, 2,70 € für die Kleine und 10 € für Wasser und Strom.

9. Tag 24.6.2018  Patmos / Skala – Kos / Kos Marina          55 sm

6:30 ablegen im Hafen von Patmos. Kurz nach der Hafenausfahrt die Tücher rauf und los geht der ultimative Ritt dieses Törns. Raumschots mit 1 m Welle passieren wir westlich gen Süden Leros. Wechseln an der Südspitze zwischen Leros und Kalymnos auf die Ostseite von Kalymnos. Sehr schmale Durchfahrt, die sich aber gut passieren lässt. 5-8 Knoten Fahrt auf der ganzen Strecke. Unsere Nenemia läuft was das Zeug hält. Die türkische Grenze respektierend rauschen wir, die Untiefen beachtend am Kap Ak Ammoglossa gen Hafen. Hier gibt es nochmals viel Halbwind, der das Boot ordentlich zum Krängen bringt. Die Ansteuerung ist einfach  WP 36°53,93’N 027°17,38’E.

Normalerweise wird die Marina per Funk angerufen. Glücklicherweise wartet schon der Hafenmeister, der uns mit seinem RIB-Schlauchboot den Platz zuweist. Er rast durch seinen Hafen, dass wir ihm kaum folgen können. In der Marina von Kos legen wir bei 20 Knoten Wind auf den Bug an. Es gibt helfende Hände beim Anlegen. Mit 2 Moorings sind wir für die Sturmnacht gut vertäut.

Kos ist eine große „Fressstadt“, überall gibt es unglaublich viele Restaurants für unglaublich viele Urlauber. Überreste der Antike und eine Festungsanlage sind sehenswert, finden jedoch bei den Pauschaltouristen wenig Beachtung. Angeblich soll hier Hippokrates unter einer Platane unterrichtet haben. Langsam macht sich der Segeltag bemerkbar. Wir spüren beide, dass wir den ganzen Tag am Ruder standen. Segeln ist Sport. Die Marina von Kos, mit mangelhaften Sanitäranlagen, verlangt für eine 37 Fuß Segelyacht 30 € ohne Wasser und Stromabnahme.

10. Tag 25.6.2018  Kos Marina – Nysiros / Paloi          24 sm

Immer noch viel Wind, darum heute nur eine kurze Strecke bis Nisyros, die es, wie sich schnell herausstellt, in sich hat!
9 Uhr ablegen in der Marina von Kos und sofort unter Segel ostwärts raumschots bis zum Kap.
Dort bei 20-28 Knoten Wind halsen auf 225° Kurs.Wir winken hinüber in die Türkei.
Südwestlich gerefft mit Halbwind weiter.
Groß eingeholt,
Rückbau der Bimini, wir müssen jede Segelfläche minimieren.
Mit gereffter Fock weiter. Um 11 Uhr plötzliche Windstille, 1 Std. weiter mit Motor.
Wieder Tücher hoch, 20 Knoten Wind, auf Amwindkurs auf Nisyros zugeschossen.

Schon vom Meer aus sieht man die Vulkane, die sich auf der Insel erheben.

WP 36°37,24’N 027°10,44’E. Bei der Ansteuerung des Hafens muss man auf das Riff nördlich des Kaps Ak Ammodes achten. Danach kann man sich an einem großen verlassenen Gebäude, das ehemalige Heilbad, orientieren. Die Hafeneinfahrt, die man südlich ansteuern muss, ist mit kleinen Bojen gekennzeichnet.

Wir lassen sie an backbord liegen. Der Captain hat große Bedenken für das Anlegemanöver mit Anker bei 20 Knoten Seitenwind.

Im Hafen ist es hinter dem Wellenbrecher glücklicherweise etwas ruhiger, so dass wir gut anlegen können.
Der Anker hält im Untergrund mit Schlick, Sand und Fels. Keine Hafengebühren, da die Hafenmeisterin noch keine Arbeitspapiere hat.

Paloi ist ein hübscher kleiner Ort. Der ideale Ausgangspunkt für eine Inselrundfahrt. Am Hafen gibt es Autovermieter, die unkompliziert allerlei Gefährte für einen Ausflug zum Vulkan anbieten.

11. Tag 26.6.2018  Nysiros – Inselbesichtigung

Wir mieten ein Auto und erkunden die vulkanische Insel. Auf Empfehlung verlassen wir unsere Nenemia in Paloi um 7:30 Uhr und fahren direkt ins Vulkanzentrum. Noch sind keine Touristenströme da, die per Bus vom Hafen von Mandraki angekarrt werden. Wir laufen am Rand des noch tätigen Trichters von „Stefanos“ und bestaunen die Rauchfahnen.

Hier brodelts ganz schön und stinkt nach Schwefel.

Es gibt noch 2 weitere Trichter, die aber ruhig sind. Auf der Straße liegen immer wieder Steinschlagbrocken, die ich wegräume.

Weiter geht es zum sehr interessanten Vulkanmuseum nach Nika.

Vom Ort aus gibt es einen tollen Rundumblick über den Kraterrand.

Weiter nach Emborios. Wir machen uns zu Fuß auf den Weg. Am Restaurant „Balcony“ vorbei. Sehr schöne Aussicht, leider ist für uns noch nicht Essenszeit.

Nahe der Bushaltestelle, etwas unterhalb des Parkplatzes, gibt es eine natürliche Sauna. Erwa 50° C warme Luft strömt vom Vulkan in die kleine Höhle.
Jetzt rollen die Busse an. Einer nach dem anderen und unzählige Touristen überfluten die kleine Insel. In der Hafenstadt Mandraki gibt es kleine Shops, die Schmuck und andere Dinge aus schwarzem Lavastein anbieten.

Man gelangt über unzählige Stufen zu dem eindrucksvollen Kloster Panagia Spiliani.
Dann zum Hafen, wo sich der einzige Bankomat der Insel befindet. Im verlassenen Hinterland finden wir das kleine Kloster Moni Evangelistrias. Zu! Wieder zurück über Paloi, Blick auf unsere Yacht im Hafen, an der Küste entlang nach Leis zum Baden an den Lavastrand.

12. Tag 27.6.2018  Nysiros / Paloi – (Symi) Tilos / Livadia          18 sm

Ablegen um 8:30 Uhr. Wieder viel Wind von Süd 15-20 Knoten. Während des Segelsetzens fällt der Gashebel ab und wir müssen erst mal einen Imbusschlüssel suchen. Leider haben wir diesmal unser Werkzeug nicht dabei. Künftig segeln wir wieder mit eigenem. Schließlich findet sich ein passender Imbusschlüssel und wir können die Reparatur ausführen. Mittlerweile krängt das Schiff stark, so dass wir froh sind, dass alles wieder in Ordnung ist. Wir kreuzen 3 Stunden gegenan. Über Nysiros sind schwarze Wolken. Wir müssen immer mehr abfallen, da der Wind mit 15-22 Knoten direkt auf die Nase drückt und Wellen mit 1 m Höhe die Fahrt verringern. Darum ignorieren wir die türkisch / griechische Grenze. Nenemia stampft durchs Wasser und wir können schon fast die Ruinen von Knidos sehen. Planänderung unter diesen Umständen erreichen wir Symi erst bei Nacht. Darum nehmen wir Kurs auf Tilos. Nach 3,5 Stunden unter Motor erreichen wir Livadia auf Tilos.  Ansteuerung WP 36°25,02’N 027°23,18’E.

Unser netter Hafenmeister weist uns wieder einen Platz am Steg zum Längsanlegen zu. Hafengebühren von 2,20 € da wir weder Strom noch Wasser benötigen und ein Bier für den Hafenmeister. Erst mal was essen nach der anstrengenden Segel-Motortour.

Am Abend speisen wir im Gorgono (Tisch reservieren) mit Blick auf Hafen und Meer vorzüglich.

13. Tag 28.6.2018  Tilos / Livadia – Symi / Ormos Panormitis          28 sm

8:15 legt der Co-Captain ab und gleich wird das Groß hochgezogen.

Neuer Schaden, die WC-Türgriffe fallen ab. Provisorisch werden sie mit Gaffaband befestigt und die Reparatur auf die Ankerbucht verschoben. Raumschots bei 15-20 Knoten, Böen auch gerne etwas mehr bei anfangs 60-80 cm Welle. Diese steigert sich bis zum Schluß auf 1,5 m. Reisegeschwindigkeit mit 5-8 Knoten. Wieder einmal rauschen wir bis vor die Ankerbuchteinfahrt unter Segel.

Die Ansteuerung WP 36°33,12’N 027°50,53’E ist einfach, da das Kloster Panormitis eine gute Landmarke ist.

Windmühle auf der Einfahrtshuk.
Anker fällt um 13:15. Ein Hahnepott wird zur Ankerwinschentlastung installiert.
Immer wieder pfeifen Böen in die Ankerbucht und lassen unsere Nenemia tanzen. Wir liegen sicher auf der 4 Meterlinie im Süd-Westteil der Bucht mit Blick auf das Kloster und die Fähranlegestelle. Schwimmen im herrlich türkisfarbenen Wasser.
Eine wunderbare Ankerbucht, auch, wenn draußen die Wellen toben.

Wie beim letzten Besuch der Bucht, steht der Esel wieder regungslos an seinem Häuschen.

14. Tag 29.6.2018      Symi / Ormos Panormitis – zur Basis Rhodos           27 sm

Abschied von der Ankerbucht und unter Motor an der unreinen Küste entlang. Dann 7 sm gesegelt, bis nur noch Wellen, aber kein Wind uns antreiben. Wir motoren nach Rhodos. Entlang der Küste stehen viele große Hotels. Man kann sich schon aus der Ferne an der schmalen Landzunge orientieren, die aber großräumig umfahren werden muss. Ansteuerung des Yachthafens Mandraki WP 36°27,12’N 028°13,67’E
An der schmalen Hafeneinfahrt bewachen auf hohen Seulen Hirsch und Hirschkuh den Mandraki-Hafen. Einst soll hier die Bronzestatue des Sonnengottes Helios, genannt der Koloss von Rhodos, gestanden haben. Eines der sieben Weltwunder ging bei einem Erdbeben 227 v. Chr. für immer verloren.

Sehr freundliche und kompetente Abnahme durch die Charterbasis.

Insgesamt 207 sm unter Segel, 165 sm unter Motor.

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